Essstörungen

Essstörungen zählen zu den Suchterkrankungen. Sie äußern sich unterschiedlich, haben jedoch gemeinsam, dass sich die Gedanken der Betroffenen ständig um das Essen drehen.

Anorexie

Die Anorexie oder Magersucht ist eine Essstörung, die insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen vorkommt. Bei der Entstehung spielen gesellschaftliche, familiäre und psychische Faktoren eine Rolle. So haben Magersüchtige oft ein erhöhtes Kontrollbedürfnis, das sie über die strenge Diät ausleben. Viele Mädchen lehnen auch die Umwandlung vom Kind zur Frau ab und versuchen diesem durch einen extremen Gewichtsverlust entgegenzuwirken. Magersucht tritt überdurchschnittlich häufig in Familien auf, in denen hohe Erwartungen an das Kind gestellt werden. Magersüchtige sind oft wenig selbstbewusst. Durch die Kontrolle über den eigenen Körper fühlen sich die Betroffenen selbstsicherer und stärker. Zudem propagiert das Schönheitsideal in den westlichen Industriestaaten nach wie vor unnatürlich schlanke Körper. Dieser Druck wird durch die dünnen Vorbilder aus den Medien noch erhöht.

In Berufsgruppen, in denen ein niedriges Körpergewicht verlangt wird, tritt Magersucht gehäuft auf. Hierzu zählen Sportarten wie Ballett, Eiskunstlauf, Skispringen oder Turnen sowie der Beruf des Models.

Zu den Hauptsymptomen der Anorexie gehören die erhebliche Gewichtsabnahme, eine ausgeprägte Angst vor Gewichtszunahme sowie eine verzerrte Körperwahrnehmung. Die Betroffenen empfinden sich trotz ihres Untergewichts noch als zu dick.
Neben dem Verzicht auf Nahrung versuchen viele Betroffene ihr Gewicht durch exzessives Sporttreiben oder die Einnahme von Abführ- oder Entwässerungsmitteln noch weiter zu verringern.

Ein Körpergewicht von mindestens 15% unterhalb des Normalgewichts gilt dabei als Diagnosekriterium für eine Magersucht.

Magersüchtige beschäftigen sich ständig mit dem eigenen Gewicht und der Ernährung. Sie kennen den Kaloriengehalt der meisten Lebensmittel und achten streng darauf, nicht zuviele Kalorien zuzuführen.

Die Magersucht schädigt den gesamten Körper. So zeigen sich oft Symptome wie ein verlangsamter Herzschlag, ein niedriger Blutdruck, ständiges Frieren, Haarausfall, Aussetzen der Menstruation, Nieren- und Leberfunktionsstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten.
Zur Behandlung der Magersucht gibt es die Möglichkeit einer ambulanten, stationären oder teilstationären Therapie. Hier sollen Betroffene lernen ihr Essverhalten zu normalisieren und wieder eine gesunde Körperwahrnehmung erlangen.

Bulimie

Bulimie, auch Ess-Brech-Sucht genannt, ist eine weitere Form der Essstörung. Die Betroffenen leiden permanent unter Heißhungerattacken, während derer sie große Mengen an Essen zu sich nehmen. Da sie nach den Fressanfällen große Angst vor einer Gewichtszunahme haben, nehmen sie Abführmittel ein oder erbrechen.

Bei der Entstehung der Bulimie spielen eine genetische Veranlagung, biologische Komponenten, mangelndes Selbstwertgefühl, familiäre Einflüsse, ein hoher Leistungsanspruch sowie das westliche Schönheitsideal eine große Rolle.

Bulimiker sind von außen nicht so leicht zu erkennen wie Magersüchtige. So sind sie meist normal-, oder nur leicht untergewichtig, in manchen Fällen sogar übergewichtig. Während einer Heißhungerattacke verschlingen Betroffene in kürzester Zeit Unmengen an kalorienreichen Nahrungsmitteln. Nach den Attacken schämen sie sich oder machen sich Vorwürfe. Deshalb erbrechen sie das Essen in den meisten Fällen gleich wieder.

Als Folge der Bulimie kommt es im Körper zu großen Schäden. So treten verschiedene Mangelerscheinungen und Störungen im Elektrolythaushalt auf. Zudem kann es zu geschwollenen Speicheldrüsen, einer Entzündung der Speiseröhre, Herzrhythmusstörungen, Sodbrennen und Magengeschwüren kommen.

In einer ambulanten oder stationären Therapie sollen Betroffene lernen, ihr Essverhalten wieder zu normalisieren und ein realistisches Körperbild zu erlangen.

Pilzerkrankungen der Haut

Pilzerkrankungen der Haut sind Infektionskrankheiten. Die Übertragung erfolgt meist von Mensch zu Mensch entweder über direkten Körperkontakt oder über kontaminierte Gegenstände wie Hautschuppen auf Fußböden oder Kleidungsstücken.

Pilzerkrankungen können nach verschiedenen Kriterien eingeteilt werden. Die am häufigsten verwendete Unterteilung ist das DHS-System, bei dem nach der Art der Erreger unterschieden wird. Die häufigsten Pilzarten sind Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze.
Es gibt unterschiedliche Hautpilzformen. Die am häufigsten auftretenden Erkrankungen sind der Fußpilz, Kopfpilz, Leistenpilz, die Pilzinfektion der behaarten Haut, Handpilz, die Hefepilzinfektion der Haut (Kutane Candidiasis) sowie die Kleienpilzflechte und das seborrhoische Ekzem.

Ursachen und Symptome

Hautpilz kann durch bestimmte Risikofaktoren begünstigt werden. So ist verletzte, vermindert durchblutete oder anderweitig krankhaft veränderte Haut besonders anfällig für eine Infektion durch einen Hautpilz. Zudem fördert eine feuchte und warme Umgebung das Wachstum von Pilzen. Aus diesem Grund sind Körperregionen wie die Achseln, die Leistenregion sowie die Zwischenräume zwischen Fingern und Zehen besonders anfällig, da sich die Erreger hier leicht vermehren können.

Ein geschwächtes Immunsystem ist ein weiterer Risikofaktor für das Entstehen einer Pilzerkrankung. So kommt es beispielsweise bei Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes oder HIV besonders häufig zu Pilzerkrankungen.
Je nachdem, an welcher Körperstelle der Hautpilz auftritt, herrschen unterschiedliche Symptome vor. Bei den meisten Pilzerkrankungen kommt es jedoch typischerweise zu Rötungen, die häufig mit Juckreiz verbunden sind. In manchen Fällen können sich auch Abszesse ausbilden.

Behandlung und Vorbeugung

Eine Hautpilzerkrankung verschwindet nicht von selbst und muss daher behandelt werden. Bei ausbleibender Behandlung kann sie sich weiter ausbreiten und andere Körperstellen befallen und eventuell auch andere Personen anstecken.

Zur Behandlung von Hautpilzerkrankungen stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Für den Fall, dass die Haut durch die Pilzinfektion stark entzündet ist, ist es wichtig, die Entzündung zunächst mit Gerbstoffen oder feuchten Umschlägen zu behandeln. Danach werden sogenannte Antimykotika, Arzneimittel, die speziell gegen Pilze wirken, eingesetzt. Diese sind als Creme, Spray, Puder, Lösung oder Shampoo erhältlich. Sie enthalten meist die Wirkstoffe Bifonazol, Clotrimazol, Miconazol, Terbinafin oder Naftifin. Wichtig ist es, die Behandlung auch nach Verschwinden der Symptome noch weiterzuführen. Meist ist eine Behandlung über mehrere Wochen oder Monate erforderlich.

Ist die Pilzerkrankung sehr hartnäckig oder bereits weit fortgeschritten, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Oft reicht eine rein äußerliche Behandlung dann nicht mehr aus und der Arzt muss Tabletten gegen die Pilzerkrankung verordnen.

Zur Pflege der pilzbefallenen Haut muss immer ein separates Handtuch genutzt werden. Dieses ist täglich zu wechseln und bei mindestens 60°C zu waschen. Auch Socken und Strümpfe müssen täglich gewechselt werden.
Die Socken sollten atmungsaktiv sein und am besten aus Baumwolle bestehen. So oft wie möglich sind luftdurchlässige Schuhe zu tragen. Es empfiehlt sich bei Fußpilzerkrankungen auch die Schuhe mit einem Desinfektionsspray auszusprühen, um eine erneute Infektion über die Schuhe zu verhindern.

Bei der Fuß- und Handpflege ist darauf zu achten, dass die Zwischenräume zwischen Zehen und Fingern immer gut abgetrocknet werden. In Schwimmbädern und Fitnessstudios sollten eigene Badeschuhe getragen werden, ebenso in Hotelzimmern, da sich auf den Teppichböden oft viele Pilzsporen befinden.

Massagen – eine Wohltat für den Körper

Massagen werden schon seit sehr langer Zeit zur Heilung des Körpers angewandt. Die Ursprünge liegen in Ostafrika sowie in Asien. Erstmals wurden Massagen bereits 2000 v. Chr. in China beschrieben.

Der griechische Arzt Hippokrates brachte die Massage schließlich nach Europa.
Massagen haben zahlreiche positive Wirkungen auf den Körper. So wird die Durchblutung gesteigert, der Blutdruck sinkt, die Muskulatur wird entspannt und es kommt zu einer Schmerzlinderung und Reduktion von Stress.

Massagearten

Grundsätzlich kann bei Massagen zwischen Ganzkörper- und Teilmassagen unterschieden werden. Zu den Teilmassagen zählen beispielsweise Rücken- oder Gesichtsmassagen.
Für eine entspannende Ganzkörpermassage ist eine angenehme Atmosphäre sowie die Verwendung gut duftender Massageöle von entscheidender Bedeutung. Durch eine Ganzkörpermassage lassen sich Gesundheit und Wohlbefinden verbessern. Die Muskulatur wird entspannt und die Haut verwöhnt. Meist beginnt eine Ganzkörpermassage am Rücken. Die zu massierende Person liegt dabei beispielsweise auf einem Massagetisch oder einer Matte. Nach Anwärmen des Massageöls in den Händen wird dieses auf dem Rücken verteilt. Dabei können verschiedene Massagegriffe wie Streichen, Kneten oder Klopfen angewandt werden.
Teilmassagen kommen immer dann zur Anwendung, wenn bestimmte Körperbereiche beeinträchtigt, verletzt oder erkrankt sind. Bei Teilmassagen kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Statt Ölen werden hier oft auch Steine verwendet. Auch Trockenmassagen sind üblich.

Die 5 beliebtesten Massagen

– Fußreflexzonenmassage
Bei dieser Massagetechnik wird zugrunde gelegt, dass der Fuß in Wechselbeziehung zum gesamten Körper steht. Dazu wird er Fuß in bestimmte Reflexzonen unterteilt, denen jeweils Organe zugeordnet sind. Wird die entsprechende Fußreflexzone massiert, kann darüber das zugeordnete Organ therapeutisch beeinflusst werden. Die Fußreflexzonenmassage findet oft Anwendung bei Migräne, Schmerzen, Depressionen und Schlafstörungen.

– Hot-Stone-Massage
Bei der Hot-Stone-Massage werden aufgeheizte Steine, die in der Regel aus Basalt bestehen, verwendet. Diese werden in einem Wasserbad auf etwa 60°C erwärmt. Die Steine werden dann unterhalb des Körpers sowie auf der Haut platziert. Weitere Steine dienen zur Massage selbst. Durch die Wärme der Steine werden die Muskeln entspannt. Zudem wird Stress abgebaut.

– Shiatsu-Massage
Die Shiatsu-Massage hat ihre Ursprünge in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Bei dieser Massageform übt der Masseur Druck über die eigene Handfläche aus. Zudem kommt das eigene Körpergewicht zum Einsatz. So sollen die Energiezentren aktiviert und Blockaden schonend gelöst werden. Die Shiatsu-Massage kommt bei Verspannungen und Schmerzen, Verdauungsbeschwerden sowie Stress zum Einsatz.

– Lomi Lomi Nui
Die Lomi Lomi Nui-Massage ist eine Ganzkörpermassage aus Hawaii. Die Massage dauert rund 2 Stunden und es werden große Mengen wohlriechender Öle verwendet. Die Massage kann auch von 2 Personen gleichzeitig ausgeführt werden. Es kommen nicht nur die Hände, sondern auch Unterarme und Ellenbogen zum Einsatz. So werden die Gelenke gelockert und Blockaden werden gelöst.

– Ayurveda-Massage
Die Ayurveda-Massage beruht auf der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda. Bei der Ayurveda-Massage gibt es verschiedene Massagetechniken. Die klassische Anwendung ist eine Ganzkörpermassage, die sogenannte Abhyanga. Hier kommen große Mengen von warmen, duftenden Ölen zum Einsatz. In Verbindung mit den tiefenwirksamen Griffen dieser Massagetechnik können so die Muskeln gelockert werden. Zudem dringt das Öl tief in das Gewebe ein, wodurch Stoffwechselprodukte leichter abtransportiert und ausgeschieden werden können.

Alkoholismus – der Rausch beherrscht das Leben

Alkoholismus ist eine weit verbreitete Krankheit. Rund 2 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig. Sobald ein Mensch seinen Alkoholkonsum nicht mehr kontrollieren kann oder das Trinken zur Gewohnheit wird, kann schleichend eine Alkoholabhängigkeit entstehen. Bei einer Alkoholabhängigkeit können verschiedene Trinkmuster unterschieden werden. So trinken manche Menschen beispielsweise, um psychische oder körperliche Probleme bewältigen zu können. Sie können für einen gewissen Zeitraum abstinent bleiben. Andere wiederum benötigen immer einen gewissen Alkoholspiegel und schaffen es nicht abstinent zu bleiben.

Anzeichen für eine Alkoholabhängigkeit

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen können. So besteht ein starkes Verlangen oder gar ein Zwang, Alkohol zu trinken. Sobald der Konsum reduziert wird, kommt es zu Entzugserscheinungen, zu deren Abmilderung dann wiederum getrunken wird. Andere Interessen treten zugunsten des Alkoholkonsums immer mehr in den Hintergrund. Obwohl negative Folgen auf Körper und Psyche sowie im sozialen Umfeld oder am Arbeitsplatz bereits deutlich werden, wird weiter Alkohol konsumiert.

Körperliche Folgen des Alkoholkonsums; Therapie

Erhöhter Alkoholkonsum hat eine unmittelbare Wirkung auf den Körper, die bereits kurz nach dem Konsum auftritt. Hier können Symptome wie Koordinations- und Bewegungsstörungen, undeutliche Aussprache, vermehrtes Schwitzen, gehobene Stimmung, Konzentrationsstörungen sowie bisweilen aggressives Verhalten auftreten.

Ein übermäßiger Alkoholkonsum kann jedoch auch Schäden hervorrufen, die erst nach Monaten oder Jahren zu Tage treten. So können als Spätfolgen beispielsweise Leber- oder Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Erkrankungen von Speiseröhre und Magen, Schädigungen des Nervensystems oder Krebs entstehen. Zusätzliche kommen soziale Folgen wie Probleme in der Familie, Verlust des Arbeitsplatzes oder Führerscheinentzug hinzu.

Eine Therapie kann entweder ambulant oder stationär erfolgen. Für die ambulante Behandlung gibt es zahlreiche Selbsthilfegruppen, Fachambulanzen oder Beratungsstellen. Es werden sowohl Einzel- als auch Gruppentherapien angeboten.

Für Menschen, die es trotz einer Psychotherapie nicht schaffen, abstinent zu bleiben, gibt es bestimmte Medikamente wie Naltrexon oder Disulfiram.

Herzkrankheiten im Überblick

Unter Herzerkrankungen versteht man verschiedene Krankheiten von Herz, Gefäßen und Blutkreislauf. Dazu zählen beispielsweise angeborene und erworbene Herzfehler und Herzerkrankungen wie die Koronare Herzkrankheit, aber auch Gefäßerkrankungen wie die Arteriosklerose.

Allgemeine Symptome von Herzerkrankungen

Häufige Begleiterscheinungen, die im Rahmen von Herzerkrankungen auftreten können, sind Schmerzen im Brustkorb, die auch bis in den Rücken oder die Arme ausstrahlen können, Herzrasen, ein Engegefühl in der Brust, Atemnot, besonders bei Belastung, abnehmende Leistungsfähigkeit mit Müdigkeit und Schwächegefühl sowie Herzrhythmusstörungen.

Die 3 häufigsten Herzerkrankungen

– Koronare Herzkrankheit
Bei der Koronaren Herzkrankheit kommt es zu Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen. Dadurch werden diese enggestellt bzw. verschlossen, wodurch der Blutdurchfluss verhindert wird und das Herz nicht mehr ausreichend Sauerstoff bekommt. Dadurch kann es vor allem bei körperlicher Belastung nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper pumpen, wodurch Beschwerden auftreten. Durch verschiedene Risikofaktoren kann der Entstehung einer Koronaren Herzkrankheit Vorschub geleistet werden. Zu den häufigsten Risikofaktoren gehören Rauchen, mangelnde Bewegung, Übergewicht, Diabetes oder hoher Blutdruck.
Im Zuge einer Koronaren Herzkrankheit treten typische Symptome wie Schmerzen hinter dem Brustbein, die häufig ausstrahlen, Luftnot und Atemnot, Schweißausbrüche oder Übelkeit auf. Eine Koronare Herzkrankheit kann weitere Herzerkrankungen wie Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche auslösen.
Zur Behandlung der Koronaren Herzkrankheit wird eine Kombination aus einer Lebensstiländerung und Medikamenten eingesetzt. In schwereren Fällen wird auch operativ ein Stent zur Weitung der Herzkranzgefäße eingesetzt.
Zu einem gesunden Lebensstil gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Sport und Bewegung sowie der Verzicht auf Rauchen.
Medikamente, die bei einer Koronaren Herzkrankheit oft zum Einsatz kommen sind Blutgerinnungshemmer sowie Statine, die für eine Verbesserung der Blutfettwerte sorgen.

– Herzinsuffizienz
Bei einer Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, kann das Herz nicht mehr die benötigte Menge Blut durch den Körper pumpen. Dadurch werden Organe und Gewebe schlechter durchblutet. Eine Herzschwäche kann sich sowohl innerhalb weniger Stunden oder Tagen, aber auch über einen längeren Zeitraum hinweg entwickeln. Typische Symptome einer Herzinsuffizienz sind Atemnot, eine verringerte Belastbarkeit, Flüssigkeitseinlagerungen in Füße, Knöcheln und Unterschenkeln, Gewichtszunahme sowie Herzrhythmusstörungen. Zu den häufigsten Ursachen einer Herzinsuffizienz zählen die Koronare Herzkrankheit sowie Bluthochdruck. Daneben können Risikofaktoren wie ein erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes mellitus, Übergewicht sowie Nikotin- und Alkoholmissbrauch eine Herzinsuffizienz begünstigen. Zur Behandlung der Herzinsuffizienz kommen verschiedenen Medikamente wie Beta-Blocker, ACE-Hemmer oder entwässernde Medikamente zum Einsatz. Daneben können auch Allgemeinmaßnahmen wie körperliche Bewegung, Nikotinverzicht sowie Abbau von Übergewicht hilfreich sein.

– Herzrhythmusstörungen

Bei Herzrhythmusstörungen ist der Herzschlag unregelmäßig und weicht von der normalen Abfolge ab. So kann das Herz zu schnell oder zu langsam schlagen. Ursachen für Herzrhythmusstörungen können Nervosität oder Aufregung, übermäßiger Konsum von Kaffee, Nebenwirkungen von Medikamenten wie Schilddrüsenhormonen, aber auch bestimmte Erkrankungen wie Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt oder Herzmuskelentzündungen sein.
Herzrhythmusstörungen äußern sich beispielsweise in Herzrasen, Schwindel, Benommenheit, Herzschmerzen und Herzenge.

Zur Diagnostik wird in der Regel ein Elektrokardiogramm (EKG)aufgezeichnet, anhand dessen der Arzt die Herzstromkurve beurteilen kann. Um den Herzrhythmus wieder zu normalisieren, werden Medikamente und/oder Defibrillatoren eingesetzt.

Depression – ein Gefühl tiefer Traurigkeit

Eine Depression ist eine schwerwiegende psychische Erkrankung, die zunehmend mehr Menschen betrifft. Es stellt sich eine anhaltende tiefe Niedergeschlagenheit ein, aus der Betroffene sich meist nicht mehr selbst befreien können. Im Gegensatz zu normalen Stimmungstiefs, die jeder kennt und die meist vorübergehen, sobald das auslösende Ereignis verarbeitet ist, bessert sich eine unbehandelte Depression meist nicht von selbst.

Ursachen und Symptome einer Depression

Die Ursachen einer Depression können vielfältig sein. Meist lässt sich auch eine auslösende Ursache nicht immer eindeutig feststellen und es tragen mehrere Faktoren zur Entstehung einer Depression bei.

In manchen Familien treten Depressionen gehäuft auf. So ist das Risiko, eine Depression zu entwickeln deutlich erhöht, wenn bereits ein naher Verwandter daran erkrankt ist oder war. Oft lösen belastende Ereignisse die Erkrankung aus. Hierzu gehört Stress im Beruf, Arbeitslosigkeit, Beziehungsprobleme, Liebeskummer oder der Tod einer nahestehenden Person.
Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten treten Depressionen aufgrund des Lichtmangels gehäuft auf. Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall können eine Depression begünstigen.

Menschen mit fehlendem sozialen Netz oder mangelndem Selbstvertrauen rutschen ebenfalls häufiger in eine Depression ab.

Bei Depressionen kommt es zu einer Veränderung des Hirnstoffwechsels. Das Gleichgewicht wichtiger Botenstoffe, vor allem Serotonin und Noradrenalin, gerät aus dem Takt. Diese Botenstoffe sind dann in zu geringer Anzahl vorhanden oder ihre Übertragung ist gestört.
Zu den typischen Symptomen einer Depression gehören eine gedrückte Stimmung, Interessensverlust, Freudlosigkeit, eine Verminderung des Antriebs sowie eine rasche Ermüdbarkeit. Zusätzlich können weitere Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Schuldgefühle oder Selbstmordgedanken hinzukommen.

Behandlung einer Depression

Bei der Behandlung der Depression hat sich eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten bewährt. Bei der psychotherapeutischen Behandlung gibt es 2 Ansätze. Bei der Verhaltenstherapie sollen negative Denkmuster und schädliche Verhaltensweisen zum Positiven verändert werden. Der Erkrankte soll so langsam lernen, sich wieder positive Erlebnisse zu verschaffen. Bei der tiefenpsychologischen Behandlung hingegen geht es um die Aufarbeitung unverarbeiteter Konflikte, die oftmals Auslöser einer Depression sein können.

Zusätzlich zu einer Psychotherapie kommen bei einer Depression meist Antidepressiva zum Einsatz. Diese sind in der Lage, das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn günstig zu beeinflussen. Die meisten Antidepressiva wirken, indem sie den Rücktransport der Botenstoffe in die Nervenzelle reduzieren. Manche Wirkstoffe hemmen auch ein Enzym in Nervenzellen, das für den Abbau wichtiger Botenstoffe zuständig ist. Durch beide Mechanismen wird die Menge verfügbarer Botenstoffe erhöht.

Bei den Antidepressiva gibt es mehrere Gruppen. So stehen beispielsweise die tri- und tetrazyklischen Antidepressiva zur Verfügung. Da diese gleichzeitig mehrere Botenstoffe beeinflussen, wirken sie sehr gut, führen jedoch auch häufiger zu Nebenwirkungen. Die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und die Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer hemmen gezielt die Aufnahme der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin in die Nervenzelle. Somit können diese im Gehirn länger wirken. Weitere Wirkstoffgruppen bei den Antidepressiva sind die MAO-Hemmer und Lithium.
Bei leichteren Ausprägungen einer Depression kann auch die Einnahme eines hochdosierten Johanniskrautpräparates helfen.